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Der SVZ

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Das war der Bezirksschützentag in Zus für uns

Der Bezirksschützentag in Zusmarshausen aus unserer Sicht

Es war schon ein Heidenaufwand, welchen der Gau Augsburg mit Markus Mayer an der Spitze und der SV Drei Linden zu bewältigen hatten. 900 Vereine aus 22 Süddeutschen Schützengauen waren nach Zusmarshausen geladen worden und fast 700 Delegierte, Schützenkönige, Abordnungen mit rund 50 Fahnen und 50 Böllerschützen des Gau Augsburg waren gekommen. Selbst gleichgültige Zeitgenossen mussten zugeben, selten ein so beeindruckendes Bild wie Sonntags während und nach dem Gottesdienst gesehen zu haben. Aber der Reihe nach.

Freitag 2. März, nachmittags. Aufbau der Bestuhlung für den Frühschoppen im Seniorenzentrum St.Albert steht an. Wir rechnen mit ca. 220 Personen, so dass wir beschließen für 250 aufzustuhlen. Mit Hilfe der Haustechnik von St.Albert, der Gauvorstandschaft und dem SV Drei Linden sind wir nach gerade mal zwei Stunden fertig. Schneller als gedacht. Da können wir gleich noch die Fahnen aufziehen und die Willkommensbanner an den Ortseingängen installieren.

Samstag 3. März, vormittags. Geschirr und Utensilien für die Abendveranstaltung auf der Zentralen Schießanlage (ZSA) muss herbeigeschafft werden. Ebenso die gekühlten Fässer Bier. Die Menükarten (Motto "Genuss in Zus") müssen noch gedruckt werden. Die Funktionäre des Bezirks reisen an und checken im Hotel Krone ein. Ab 12:30 beginnt die Arbeitssitzung im Gasthof Strasser. Mit Ludwig Tours wird der Shuttlebus Fahrplan nochmals durchgegangen und bei der Küche der Stand der Dinge erfragt.

Nachmittags. Langsam wird es hektisch. Tische und Stühle in der evang. Kirche abholen,  in die Schießanlage schaffen und aufbauen. Werner Sandner pflanzt den neuen Trog vor dem Aufenthaltsraum in den Vereinsfarben gelb und grün an. Christine Sandner und Andrea Meixner dekorieren die Tische. Robert und Andreas Graf richten sich die Schänke ein während Herbert Kastner überall mithilft. Ach ja, Vorstand Kohler ist auch da und steht gerne im Weg rum.

17:30 Empfang im Rathaus. Robert Steppich vertritt den erkrankten 1.Bgm Albert Lettinger und begrüßt die Festgäste. Auch Markus Mayer und Karl Schnell, Bezirksschützenmeister, sprechen Grußworte. In der Schießanlage läuft die Küche unter Frau Fendt bereits auf Hochtouren. 40 Lachsfilets in Mohnkruste, 40 Rindsrouladen, Vorspeisenbuffett, Nudeln, Gemüße, Obstsalat, etc. müssen vorbereitet werden.

18:30 Transfer zur ZSA. Der Bus steht vor dem Rathaus bereit. Eine halbe Stunde später drängen sich etwa 80 Personen in der ZSA. Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Joachim Kohler und dem Überraschungsgast des Abends, dem 1. Präsidenten des Ukrainischen Schützenbundes. Musikalische Ouvertüre mit Hermann Knoblich und Joachim Kohler. Dann geht es Schlag auf Schlag. Das Menü wird serviert und Max Ritter erklärt den Ablauf des Preisschießens. Geschossen wird auf die laufende Scheibe im DJV Modus, je zwei Schuss pro Schütze. Das führt mit souveräner Ruhe Herbert Kastner und Hubert Meixner durch. Letzterer hat vorher noch drei Schwedenfeuer vor dem Aufenthaltsraum angezündet.

Die drei Damen der ersten Luftgewehrmannschaft, Andrea, Christine und Kathrin Jochum, kümmern sich um den Service heute abend und sind wie die Schankkellner voll im Einsatz. Kohler´s  Kommentar "Isch doch net so schlimm"  wird missbilligend zur Kenntnis genommen.

22:00 Preisverleihung, eingeläutet durch den Leberknödeljodler von Knofi und Joko, ein kulturelles Highlight, wie die zwei meinen. Zehn Preise waren ausgelobt worden. Der wertvollste dabei eine handgemalte Scheibe von Helmut Wagner, ein Künstler aus unserem Verein (sollte hier Stolz durchklingen, so ist das richtig). Diese gewinnt Peter Rittel vom UVF Schlipsheim. Peter ist sichtlich erfreut und lädt uns spontan zu einer Brotzeit in sein Schützenheim ein. Die weiteren Preise verteilen sich über ganz Schwaben und Oberbayern.

Ab 22:30 fährt der Shuttlebus im Halbstundentakt zurück ins Hotel. Um Mitternacht ist die ZSA nahezu leer und wir beginnen mit dem Abbau. Am Sonntag ist schließlich öffentlicher Schießtag und die Schützen die da ab 09:00 kommen sollen nicht über Stühle, Blumentöpfe und Sonstwas steigen müssen. Alle sind fleißig dabei. Es wird komplett gespült, die Küche und der Gang aufgeräumt und die herbeigeholten Dinge wieder verräumt. Um 02:00 morgens sind wir fertig.

Sonntag 06:00 morgens. Heute wirds richtig ernst. Heute ist der große Tag. Das gestern war Vorgeplänkel. Wegweiser, Parkplatzschilder und Shuttlebuspläne müssen aufgestellt werden. Um viertel vor Acht nochmals Absprache mit dem Busfahrer. Dann Umziehen und in die Kirche.

08:45. Max Ritter, Heinrich Mehr und Joachim Kohler organisieren die Aufstellung der Fahnenabordnungen und den Einzug in die Kirche. Diese ist proppenvoll, eingerahmt von den Fahnen und Königen. Sapparalott, sieht toll aus !  Unser Pater Saji hält einen bewegenden Gottesdienst. Dieser Pfarrer ist ein Sympathieträger ohnegleichen und Werbung für die Katholische Kirche.

Nach der Kirche ist Aufstellung in der Schulstraße und Platzschießen einer Gauauswahl von Böllerschützen mit Schussmeister Manfred Hirle. Drei Schuss werden gemacht: langsames, dann schnelles Reihenfeuer, dann Salut. Schließich Festzug mit der Musikkapelle Gabelbach zum Schloßsaal Strasser, wo die offizielle Tagung stattfindet.

10:30. Helfer vom SV Drei Linden und vom SV Ustersbach, fleißige Schüler von Markus und die großartige Besatzung von St.Albert führen den Frühschoppen durch. Geplant waren die Fahnenabordnungen mit Königen, die Böllerschützen und die Musik. Gekommen ist Weiß-Gott-Wer. Schließlich verköstigen wir statt ca. 220 rund 360 Personen, auch wenn nicht mehr alle Weißwürste bekommen und z.T. mit Bockwürsten vorlieb nehmen müssen. Was solls. Es läuft wie am Schnürchen. Zum Glück kommen die Leute nach und nach. So gibt es auch keine Sitzplatzprobleme. Der Shuttlebus hält vor St.Albert und bringt die Schützen im 20 Minutentakt zum Rothseeparkplatz zurück. Gegen Mittag lässt der Stress nach und wir können mit dem Aufräumen beginnen. Danach fahren Winni Neff und Joachim Kohler los und holen die Fahnen und Banner ein.

15:00. Die offizielle Tagung im Strassersaal ist aus. Der Shuttlebus fährt fleißig zum Parkplatz. Viele Hände bringen den Schloßsaal in den ursprünglichen Zustand zurück. Eine Stunde später sind wir fertig und setzen uns noch zu einem Kaffee zusammen. Um 17:00 gehen wir heim. Und zwar zufrieden, müde und voller Eindrücke.